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Was wir vom Fasching über Selbstführung lernen können

Julia Schaffer lächelt in die Kamera, sitzt an einem Schreibtisch vor einem Bücherregal
Kinder in Faschingskostümen bei einer Karnevalsveranstaltung auf der Bühne

Selbstführung bedeutet auch, die eigenen Rollen und Verhaltensmuster bewusst wahrzunehmen und zu hinterfragen. Der Fasching hat mich daran erinnert, wie selbstverständlich Kinder unterschiedliche Rollen ausprobieren – und wie schwer es uns Erwachsenen manchmal fällt, eine vertraute Rolle wieder abzulegen.

Aktuell ist Faschingszeit und dieser Tage war ich mit meiner Familie auf einem Kinderfasching.
Ich stand am Rand, habe zugeschaut – und innerlich genickt.

Polizist, Prinzessin, Superheld, diverse Tiere.
Kinder schlüpfen ganz selbstverständlich in Rollen.
Ohne Erklärung. Ohne Rechtfertigung.
Aus purer Freude.

Sie probieren aus, wechseln, legen ab.
Heute mutig, morgen zart.
Heute laut, morgen vorsichtig.
Und nichts davon muss begründet werden.

Während ich zusah, kam mir ein Gedanke – ganz emotionspädagogisch:

Welche Rollen wählen wir eigentlich als Erwachsene?

Welche fühlen sich leicht an?
Welche schwer?
Und vor allem: Mit welchen Gefühlen sind sie verknüpft?

Denn unsere Rollen können mit ganz unterschiedlichen Bedeutungen und Gefühlen verbunden sein:
Sie tragen Bedeutungen in sich:

  • „Die Starke“ – verbunden mit Durchhalten
  • „Die Vernünftige“ – verbunden mit Kontrolle
  • „Die Nette“ – verbunden mit Anpassung
  • „Die Verantwortliche“ – verbunden mit Druck

Viele dieser Rollen haben uns einmal gedient.
Sie haben uns geschützt, durch Zeiten getragen, Anerkennung verschafft.
Doch irgendwann bleiben wir darin hängen.
>Aus Gewohnheit. Aus Erwartung. Aus Angst, etwas loszulassen.

Kinder wechseln ihre Rollen spielerisch.
Als Erwachsene kann es dagegen passieren, dass wir eine vertraute Rolle irgendwann mit unserer Identität verwechseln.

Selbstführung beginnt dort, wo wir innehalten und uns ehrlich fragen:
Welche Rolle spiele ich gerade?
Ist sie eine bewusste Wahl – oder ein Automatismus?
Und was würde ich fühlen, wenn ich sie für einen Moment ablegen dürfte?

Vielleicht dürfen wir uns von den Kindern etwas abschauen.
Etwa Rollen ausprobieren.
Oder mal Rollen wechseln.
Und uns selbst dabei nicht verlieren.

Mit Liebe,
HerzCoachJulia

Diesen Impuls findest du auch auf Instagram

Auch auf Instagram habe ich meine Gedanken über Rollen, Identität und Selbstführung geteilt. Wenn du dich dazu austauschen möchtest, findest du hier meinen Impuls: Selbstführung und unsere Rollen auf Instagram →

Über Julia Schaffer

Ich bin Julia Schaffer, Emotionspädagogin (IHK), Coach und Gründerin von Führen mit Herz. Nach über 15 Jahren in leitenden Positionen im Bankwesen verbinde ich heute meine Führungserfahrung mit meinem Wissen über Emotionen, emotionale Intelligenz und Selbstführung.

Mit Führen mit Herz möchte ich Menschen dabei unterstützen, sich selbst und andere bewusster zu führen – mit Klarheit, Empathie und einem guten Gespür für die eigenen Emotionen und Bedürfnisse.

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