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Barfuß im Schnee – ein Moment zwischen Reiz und Reaktion

Herz.Coach.Julia

Ein Moment, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt und doch so viel in sich trägt.

Es ist kalt. Intensiv. Der Körper reagiert sofort.
Erst ein Innehalten. Ein zögerndes „Oh!“. Vielleicht ein kurzer Blick zurück.
Und dann ein mutiger nächster Schritt. Noch einer. Aus dem Staunen wird Lachen.

Was hier passiert, ist mehr als ein Wintermoment. Es ist gelebte Selbstwirksamkeit.

Kinder erleben unmittelbar, was es heißt, sich selbst zu spüren. Sie nehmen wahr, ohne sofort zu bewerten.

Kalt ist nicht „schlecht“. Es ist ein Reiz. Eine Erfahrung.
Etwas, das der Körper registriert und mit dem sie umgehen lernen. Zwischen Reiz und Reaktion entsteht Bewusstsein.

Genau dort beginnt emotionale Stärke.

In der Emotionspädagogik verstehen wir Gefühle nicht als Störung, sondern als Wegweiser.
Das Kribbeln an den Füßen, das Zögern, die Überwindung – all das sind innere Prozesse. Wer lernt, diese wahrzunehmen, entwickelt Vertrauen in sich selbst.
„Ich halte das aus.“ „Ich kann das entscheiden.“ „Ich darf ausprobieren.“

Grenzen werden nicht nur gesetzt – sie werden erforscht.

Und diese Erfahrung ist nicht nur für Kinder bedeutsam. Auch wir Erwachsene – ob im Familienalltag oder in Führungsverantwortung – profitieren davon, wieder mehr ins Spüren zu kommen.
Wahrnehmung schafft Klarheit. Klarheit stärkt Haltung. Haltung prägt Führung.

Emotionale Kompetenz entsteht nicht allein im Kopf. Sie entsteht im Erleben. Im Körper. Im Mut, etwas auszuprobieren.

Vielleicht ist es manchmal genau dieser kleine Schritt ins Kalte, der uns daran erinnert: Selbstführung beginnt dort, wo wir uns selbst bewusst wahrnehmen und zwar ehrlich, präsent und verbunden mit dem, was gerade ist.

Mit Liebe,
HerzCoachJulia

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